Was ist in Notfällen und der Not zu tun ?

18. Juni 2020

In schwierigen Situationen oder bei einem nicht lebensbedrohenden Notfall können Sie die Anlaufstelle für Landwirtschaftsbetriebe in Schwierigkeiten (ALS) telefonisch unter der Nummer 079/415.38.64 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichen. 
Unterstützung von Landwirtschaftsbetrieben in Schwierigkeiten 

Seit etwas mehr als 20 Jahren macht die Landwirtschaft einen tiefgreifenden strukturellen Wandel durch, einige Landwirtschaftsbetriebe stehen daher immer mehr unter Druck, der sich negativ auf die Finanzen und Lebensqualität der Bauernfamilie auswirkt.

Unfälle, schwere Krankheiten und Tod kommen überraschend und stellen das gewohnte Leben auf den Kopf. Sie lassen kaum Zeit zum Nachdenken und zwingen zu schnellem Handeln. Die Erstellung einer Checkliste für Notfälle ermöglicht es uns, diese Situationen so gut wie möglich zu meistern und möglichst effizient zu reagieren, wenn sie eintreten. Hier finden Sie ein Beispiel für eine Checkliste, die Sie ergänzen und an Ihre eigene Situation anpassen können. Es wurde auch eine Liste nützlicher Adressen für den Notfall erstellt. So können Sie selbst entscheiden, wer Ihnen in Ihrer Situation am besten helfen kann.

Damit so schnell wie möglich geholfen werden kann, werden Personen, welche häufig in Kontakt mit Bauernfamilien stehen, wie TierärztInnen, MilchkontrolleurInnen oder BuchhalterInnen als Brückenpersonen ausgebildet. Ihre Aufgabe ist, die Bauernfamilien über die Anlaufstelle (ALS) zu informieren und dort in Absprache mit den Betroffenen heikle Situationen zu melden.

© Adrien Buchs

Die Anlaufstelle für Landwirtschaftsbetriebe in Schwierigkeiten wird gemeinsam geleitet von Grangeneuve, dem Landwirtschaftsamt (LwA) und dem kantonalen Sozialamt (KSA). Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW) ist ebenfalls vertreten.

Entsprechend den Bedürfnis­sen und im Ein­ver­ständ­nis mit den betrof­fe­nen Per­so­nen erstellt die Anlauf­stelle dann einen Plan mit Begleit­mass­nah­men und greift gegebe­nen­falls auf die Dien­ste ver­schiedener Spezial­is­ten zurück (medi­zinis­cher Bere­ich, Sozial­dien­ste, tech­nis­che Berater, Unternehmens­ber­ater, Juris­ten, Coaches …). Für eine noch persönlichere Unter­stützung der Bauern­fam­i­lie kön­nen auch Men­toren einge­setzt wer­den. Mentoren kön­nen pen­sion­ierte Land­wirte oder aus­ge­bildete Coachs sein.

Die Mitarbeitenden sind dem Berufsgeheimnis unterstellt. Das Landwirtschaftliche Beratungszentrum in Grangeneuve garantiert, dass jegliche Anfragen an die ALS-Stelle vertraulich behandelt werden.