Die Hofgebäude unterhalten – ein Akt der Nachhaltigkeit?

22. Juni 2020

Die Nachhaltigkeit ist in aller Munde, aber was bedeutet das konkret? Seine Gebäude unterhalten, die Substanz und den Zustand seines
Eigentums erhalten und dies nach
einem konkreten Vorgehen auf den 3 Ebenen der Nachhaltigkeit:

Auf der sozialen Ebene heisst das, sich und seiner Familie zuerst einmal ein attraktives, angenehmes und rationelles Lebens- und Arbeitsumfeld bereit zu stellen wie ein gepflegtes Wohnhaus, wohin man sich gerne nach einem anstrengenden Arbeitstag zurückzieht, rationelle, ergonomische, sichere und wirtschaftliche Betriebsgebäude. Das ist für uns befriedigend, macht dem Nachwuchs Freude und motiviert Lehrlinge und Angestellte.

Auf der ökologischen Ebene bedeutet es, sich an die neuen Erkenntnisse in der Tierhaltung anzupassen, den Energieverbrauch und andere Emission, die der Umwelt schaden, zu reduzieren. Kurz gesagt, von seinem Unternehmen und Beruf ein positives Image vermitteln, das den eigenen Produkten einen Mehrwert gibt.

© Grangeneuve

Auf der wirtschaftlichen Ebene handelt es sich um eine Investition in die Zukunft und den Unterhalt der Hofgebäude, zusammengefasst das Alterskapital. In der Schweiz verlieren bei stabiler Konjunktur gut unterhaltene Gebäude wenig oder keinen Wert, vor allem die Wohngebäude. Die Unterhaltskosten und Renovationen können in der Buchhaltung wie Kosten erfasst und vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Wenn sie Fr. 25'000.- in einem Jahr übersteigen, kann noch die Hälfte des übersteigenden Betrags im entsprechenden Jahr abgezogen werden, der Rest wird erfasst, damit er in den folgenden Jahren amortisiert werden kann. Es handelt sich daher um eine interessante Investition, auch in steuerlicher Hinsicht. Zudem bereitet der Unterhalt seiner Gebäude gerade in dieser Krisensituation zusätzliche Befriedigung, weil man Handwerkern und lokalen KMU Aufträge erteilen kann. Damit zeigt man sich solidarisch und hilft die lokale Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Nebst eigenem Vermögen oder der Verfügbarkeit von Pfandbriefen könnte auch der kantonale Landwirtschaftsfonds eine interessante Finanzierungsquelle sein. Er stellt zinsfreie Investitionskredite zur Verfügung. Das Landwirtschaftsamt informiert Sie gerne darüber, vor allem über die finanzierbaren Beträge und die Bezugsbedingungen (SAK, Vorgehen, Garantien etc.).

Samuel Joray