Sich gegen Diebstahl schützen

Selbstbedienung nehmen manche Kunden leider zu wörtlich und vergessen, die Waren zu bezahlen.

Die Selbstbedienung wird als Verkaufsform immer beliebter. Aber ohne Über-wachung steigt die Gefahr, dass Waren nicht oder zu wenig bezahlt werden.
Besonders gerne werden teurere Produkte wie Honig, Käse oder Wurst gestoh-len.

Persönlicher Kontakt ist wichtig

Es empfiehlt sich, den Verkaufsstand so zu platzieren, dass man ihn im Auge behalten kann. Es lohnt sich, den Kunden bei ihrem Einkauf hin und wieder beratend zur Seite zu stehen. So wird den Leuten bewusst, dass sie nicht unbeo-bachtet sind. Bei einem persönlichen Kontakt ist zudem, die Hemmschwelle zu stehlen grösser. Diese Kontakte können auch entstehen, wenn der Verkäufer mit Auffüllen oder Reinigen des Stands beschäftigt ist.

Obligatorische Hinweistafel

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Videokameras sind zulässig

Sollten die Diebstähle zunehmen, kann die Installation einer Überwachungska-mera helfen. Diese sind schon zu Preisen ab CHF 150.- im Handel erhältlich, manchmal sogar mit Flutlicht und Bewegungsmelder. Videoüberwachung ist rechtlich gesehen zulässig, wenn sie gerechtfertigt ist, keine Alternativen mög-lich sind (z. B. Diebstahlprävention und -aufklärung) und darauf deutlich hinge-wiesen wird (Hinweistafel). Zudem müssen sich die Aufzeichnungen auf den eigenen Grund und Boden beschränken und die erfassten Personendaten vor unbefugtem Zugriff geschützt und rasch gelöscht werden. Der eidgenössische Datenschutzbeauftragte rät aus haftpflichtrechtlichen Gründen vom Einsatz von Kameraattrappen ab.

Die Fachtagung Direktvermarktung widmet sich ausführlich diesem und ande-ren Themen rund um die Selbstbedienung. Sie findet am Dienstag, 13. April 2021, in Zollikofen statt. Detailinformationen unter www.inforama.ch > Weiter-bildung > Direktvermarktung

Eva Flückiger, Beraterin im landlichen Raum