Erinnerung und Präzisierungen zu den Gewässerschutzkontrollen

07. März 2022
Treibstoffe, Öle und Fette müssen in Lokalen ohne Abfluss gelagert werden. Die Lagerung kann auch über einem dichten Auffangbecken erfolgen, welches mindestens das Volumen des grössten Gebindes fassen kann. Diese Regel wird nur in Anwesenheit von Gebinden mit einem Volumen über 20 Litern angewendet.

In der Praxis können Mängel sehr oft mit der Anschaffung einer solchen Auffangwanne gelöst werden. Das Erstellen einer Betonschwelle am Eingang eines abflusslosen Lokals kann auch eine Auffangwanne ersetzen, wenn Flüssigkeiten aufgrund der Neigung aus dem Lokal laufen könnten.

Der Betankungsplatz darf keine Löcher und Risse aufweisen. Ist der Platz nicht gedeckt, so muss das Regenwasser in die Güllegrube, ein Auffangbecken oder mittels Ölabscheider in die Kläranlage geleitet werden.

In vielen Fällen ist die Erstellung eines neuen Platzes nicht notwendig. Wird die Betankung an einem anderen Ort durchgeführt, wie zum Beispiel auf einem Mistplatz, so ist das Problem gelöst. Wenn der Dieseltank umgestellt wird, empfiehlt sich immer eine Beratung durch die kantonale Gebäudeversicherung, so kann die Brandgefahr ausgeschlossen werden.

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 Bei der Beurteilung von nicht permanent zugänglichen Laufhöfen stellt sich grundsätzlich die Frage, ob ein Risiko besteht, dass die Entwässerung punktuell, d.h. konzentriert an einem Ort erfolgt.

Solche Flächen müssen breitflächig entwässert werden. Punktueller Abfluss von Hofdünger ins Gelände oder die Anwesenheit eines Schachts können dazu führen, dass der Laufhof nicht konform ist.

Der Belag von permanent zugänglichen Laufhöfen für Rindvieh und Schweine darf keine sichtbaren Mängel aufweisen (Risse und Löcher). Ein solcher Laufhof wird ins Gülleloch entwässert. Das Wasser darf nicht vom Laufhof wegfliessen und nicht in die Kanalisation oder Oberflächengewässer gelangen. Der Umschlagplatz oder Gülleentnahmeplatz wurde vom Waschplatz für Maschinen (nicht Waschplatz für Feldspritzen) getrennt.

Auf einem Umschlagplatz werden Substanzen wie Co-Substrate, Schotte, Hofdünger, Mineraldünger, Flüssigdünger etc. verladen. Spezielle Betriebe, welche z.B. eine Biogasanlage betreiben (Co-Substrate) oder gewisse Schweineställe (Schotte) sind mit solchen dichten Umschlagplätzen mit Anschluss an die Güllegrube ausgerüstet.

Auf anderen Betrieben muss der Umschlagplatz nicht dicht sein. Das Regenwasser kann breit in eine bewachsene Fläche entwässert werden (nicht in die Kanalisation oder Oberflächengewässer).

Der Gülleentnahmeplatz muss nicht dicht sein, es muss jedoch gewährleistet sein, dass keine Gülle in die Kanalisation oder Gewässer gelangt (Auffangschacht, Anschluss an Güllegrube). Der Entnahmeschlauch soll auf einem Böcklein ruhen, damit die Gülle zurückfliesst.

Der dichte Waschplatz für Maschinen muss über die Güllegrube oder die ARA entwässert werden. Wird das Waschwasser von Maschinen in die ARA eingeleitet, so ist ein Ölabscheider Pflicht und es dürfen darauf keine Feldspritzen gewaschen werden.

Zum Thema Weiden: Unter grossflächigen, vegetationsfreien Flächen, versteht man eine Fläche von 300 m², welche strukturlos und unproduktiv ist. Viehwege und Durchgänge sind von diesem Punkt nicht betroffen. Anhäufungen von Exkrementen sollten nicht vorkommen.

Beratung: Amt für Umwelt: 026 305 37 60 / Grangeneuve: 026 305 58 00.

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