Hofdünger rechtzeitig ausbringen und Stickstoff gut ausnutzen

Mit den tieferen Temperaturen ist der Zeitpunkt gekommen um seine Hofdüngerlager abzubauen, sofern der Boden tragfähig ist. Wer zu lange wartet riskiert Nährstoffverluste.

Mit den tieferen Temperaturen können die Hofdünger ohne allzu grosse Ammoniakverluste ausgebracht werden, aber die Pflanzen und das Bodenleben sind immer noch genügend aktiv, damit sie die ausgebrachten Nährstoffe gut ausnützen. Die Wiesen versorgen sich bei einer zeitigen Herbstgüllegabe mit Reserven, um optimal zu überwintern und gut in den Frühling zu starten. Auch der Raps verwertet die Nährstoffe im Herbst noch gut.

Bei Gräsern vermindern jedoch sehr späte und hohe Güllegaben die Winterhärte und speziell bei Getreide können die Herbstgaben zu dichte Bestände und Auswinterungsschäden zur Folge haben. Spät ausgebrachte überschüssige Nährstoffe können über das Winterhalbjahr im Grundwasser landen. Bei nassen Verhältnissen ist zudem auch bei einer dichten Grasnarbe mit nachhaltigen Verdichtungen zu rechnen. Die Versuche von Grangeneuve haben gezeigt, dass die Wiesenerträge bei intensivem Befahren auch ohne klar sichtbare Verdichtungen um rund 20 % zurückgehen.

© Grangeneuve

Im Ackerbau setzt die Bodenbearbeitung bereits etlichen Stickstoff frei. Deshalb macht es oft wenig Sinn bei einem Pflugeinsatz im Herbst noch Hofdünger zu ergänzen. Bei einer reduzierten Bodenbearbeitung sind die Nährstoffverluste tendenziell weniger gross und Tragfähigkeit sowie Erosionsschutz sind klar besser. Mit der Zunahme von einseitigen Wetterlagen wird der effiziente Einsatz von Hofdüngern zur Kunst.

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