« Antagonisme K – Mg »

14. Juli 2021
Die Nährstoffbilanz ist nicht nur ein Pflichtdokument im Rahmen des ÖLN, sie ist auch ein wertvolles Werkzeug für das Nährstoffmanagement auf Ihrem Betrieb. 

Eine genaue Bilanz gibt Auskunft über den Fluss der Nährstoffe, insbesondere von Stickstoff (N) und Phosphor (P2O5). Die Suisse-Bilanz von Grangeneuve gibt auch Auskunft über Kalium (K2O) und Magnesium (Mg).

Die Deckungsgrade am Ende Ihrer Bilanz geben Ihnen einen Hinweis auf die Situation auf Ihrem Betrieb.

Um die Nährstoffversorgung langfristig ausgeglichen zu gestalten, sollten die Deckungsgrade bei nahezu 100 % liegen, wobei die Entwicklung der Bodenanalysen immer beobachtet werden sollte.

Für Stickstoff und Phosphor dürfen Sie den Deckungsgrad von 110 % nicht überschreiten, um den ÖLN einzuhalten. Kalium und Magnesium hingegen sind für den ÖLN nicht begrenzt.

© Grangeneuve

Wenn Sie aber jedes Jahr grosse Überschüsse an Kalium haben, besteht die Gefahr, dass die Nährstoffe nicht im Gleichgewicht sind. Die Kaliumdüngung ist sehr abhängig von der Gülleausbringung und wirkt sich langfristig auf die Ernährung Ihres Viehs aus.

Kalium und Magnesium sind antagonistische Elemente. Wenn Kalium im Überschuss vorhanden ist, wird Magnesium weniger gut von den Pflanzen und letztlich auch vom Vieh aufgenommen. Bei Milchkühen erhöht ein Magnesiummangel das Risiko einer Weidetetanie. Daher kann ein Ungleichgewicht im Nährstoffhaushalt zu Stoffwechselproblemen im Frühjahr führen. Überschüssiges Kalium im Boden kann sich auch nachteilig auf den Stoffwechsel von weidenden Galtkühen auswirken.

Kalium ist am Kalziumstoffwechsel rund ums Abkalben beteiligt und erhöht das Risiko von Milchfieber, wenn Kühe zu viel Kalium aufnehmen.
Berücksichtigen Sie Ihre Nährstoffbilanz und Bodenproben, um die Nährstoffversorgung langfristig ausgeglichen zu gestalten. Auch die Futteranalyse kann Ihnen wichtige Informationen liefern, 30 g K pro kg TS sollten nicht überschritten werden. Die Parzellen, die dem Betrieb am nächsten liegen, sind am meisten gefährdet, da sie am häufigsten mit Gülle versorgt werden.

Bodenproben zeigen die Versorgung Ihrer Parzellen an. Wenn Sie über aktuelle Analysen verfügen, ist es möglich, eventuelle Ungleichgewichte in der Versorgung, z.B. bei gesättigten (P, K oder Mg), armen oder mittelmässigen Parzellen, durch einen parzellengenauen Düngeplan zu korrigieren. Bei Interesse nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf (026 305 58 00).


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