Überwachung von Quarantäneorganismen im Kanton Freiburg als nächstes in Kartoffeln

06. September 2021
Quarantäneorganismen sind Pflanzenkrankheiten oder -schädlinge, welche potenziell hohe wirtschaftliche Schäden anrichten können und in der Schweiz nicht oder nur lokal auftreten. Je mehr internationaler Personen- und Warenverkehr stattfindet, desto zahlreicher sind die Wege, über welche solche Organismen eingeschleppt werden.

Offiziell geregelte Quarantäneorganismen sind melde- und bekämpfungspflichtig, mit dem Ziel, die Etablierung zu verhindern oder die Ausbreitung einzudämmen. Im Jahr 2020 hat der Bund deren Überwachung verstärkt, die Überwachung von aktuell 27 prioritären Quarantäneorganismen läuft auch im Kanton Freiburg.

Die bis jetzt abgeschlossenen Überwachungen ergaben in Freiburg keine Funde. Die nächste grosse Aufgabe steht in den Kartoffeln an. Überwacht werden wie bisher Kartoffelzystennematoden. Neu kommen Wurzelgallnematoden, verschiedene nicht in der Schweiz gegenwärtige bakterielle Fäulen (Clavibacter sepedonicus, Ralstonia solanacearum), eine Pilzkrankheit (Synchytrium endobioticum) und Kartoffelerdflöhe hinzu.

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Anders sieht es im Rest der Schweiz aus. Der in der Tomatenproduktion gefürchtete Jordanvirus (Tomato brown rugose fruit virus) ist zum ersten Mal in der Schweiz, genauer im Kanton Thurgau, aufgetreten. Der Befall wurde unverzüglich bekämpft.

Jonathan Heyer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter