Grünmais ist eine Lösung, aber wann?

06. Oktober 2021
Einige landwirtschaftliche Betriebe haben sich dafür entschieden, Grünmais am Ende des Sommers an ihre Tiere zu verfüttern, da er gewisse praktische und qualitative Vorteile hat. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass er entsprechend seinem Reifestadium in die Ration passt.

Die Verfütterung von Grünmais ist aus einer Reihe von Gründen eine attraktive Option, insbesondere in einer silofreien Milchviehration. Grünmais kann verwendet werden, um einen Futtermangel im  Spätsommer auszugleichen, wenn das Gras nicht schnell genug wächst. Zudem ist es ein energiereiches Futtermittel. Energie fehlt manchmal in den Herbstrationen, die aus Gras und anderem eiweissreichem
Zwischenfutter bestehen.

Grünmais kann über einen langen Zeitraum und in verschiedenen Reifestadien, die unterschiedliche Fütterungseigenschaften haben, geerntet werden. Der optimale Zeitpunkt für die Fütterung von Grünmais ist im Stadium Milchreife des Korns. Bei diesem Stadium ist der Grünmais noch finanziell wettbewerbsfähig gegenüber dem Eingrasen. In diesem Stadium enthält die gesamte Maispflanze etwa 20% Trockensubstanz. 

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Dieser Gehalt nimmt im Laufe der Wochen allmählich zu. Der Grünmais wird von Rindern bis zur Teigreife (35% TS in der Gesamtpflanze) sehr gut gefressen. Dies ist der gewünschte TS-Gehalt für die Silierung.

Es ist auch sehr wichtig, dass die Körner in der Teigreife und später durch den Maishäcksler aufgebrochen oder mind. angeritzt werden, damit sie im Pansen der Kuh verdaut werden können. Die regelmässige Wartung der Messer an der Maschine trägt dazu bei, dass die Fasern sauber geschnitten werden, was die Aufnahme durch die Tiere erleichtert. Mit zunehmender Trockensubstanz in der gesamten Pflanze wäre es sinnvoll, die Schnittlänge schrittweise zu verringern.

Der Fingertest ist ein ausgezeichneter Indikator zur Bestimmung des Stadiums des Maiskolbens, hier in der Milchreife.

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