Förderung digitaler Technologien in der Milchwirtschaft

Um die Wirtschaft nach der Coronavirus-Krise wieder anzukurbeln, hat der Kanton Freiburg einen Wiederankurbelungsplan entwickelt, welcher u.a. eine Unterstützungsmassnahme im Bereich Milchproduktion beinhaltet. Ziel dieser Massnahme ist es, die Einführung und den Einsatz digitaler Technologien auf den Freiburger Milchviehbetrieben zu fördern. Dadurch sollen die Gesundheit der Tiere verbessert und die Treibhausgasemissionen reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Kanton ab Januar 2021 Investitionen in neue Technologien finanziell unterstützen.
Welche Unterstützung wird den Produzenten gewährt?

Ab Januar 2021 können Freiburger Milchviehbetriebe, welche an Investitionen in ein System mit digitalen Technologien interessiert sind, vom Kanton finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen (siehe unten). Die Höhe der Unterstützung beträgt bis zu 35% der tatsächlichen Kosten der subventionierten Investition, jedoch nicht mehr als CHF 10’000.

Anträge für Unterstützung können via das auf dieser Webseite verfügbare Formular an Grangeneuve gerichtet werden. Der Antrag muss bis am 31. Oktober 2022 eingereicht werden. Es gilt zu beachten, dass diese kantonale Massnahme endet, wenn der budgetierte Betrag ausgeschöpft ist.

 

© Grangeneuve

Welche Systeme werden unterstützt?

Grangeneuve führt eine Liste von digitalen Technologien, welche von der Unterstützung durch den Kanton profitieren können (siehe untenstehende Excel-Tabelle). Diese Liste umfasst Systeme zur Überwachung von Gesundheit, Fütterung, Aktivität, Brunst und/oder körperlichem Zustand der Kühe, aber auch Fütterungssysteme wie Fütterungsroboter und Futterschieber. Instrumente zur Messung der Grashöhe für das Weidemanagement sind ebenfalls in der Liste enthalten.

Welche Bedingungen müssen Betriebe erfüllen, die von dieser Unterstützung profitieren wollen? 

In der Verordnung zur Unterstützung digitaler Technologien in der Milchwirtschaft sind die Bedingungen für den Erhalt der Unterstützung genau beschrieben (Link). Betriebe, die in den Genuss dieser Unterstützung kommen wollen, erklären sich damit einverstanden, Grangeneuve gewisse Daten zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören die Resultate der Milchkontrollen, Angaben zu Fruchtbarkeit und Tiergesundheit (Tierarztkosten), sowie Informationen über das Herdenmanagement (mittels eines gezielten Fragebogens). Diese Daten werden anschliessend anonymisiert für die Beratung, Lehre und Forschung verwendet.

Welche Dienstleistungen werden den Produzenten angeboten?

Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung wird Grangeneuve für die Dauer des Projekts, d.h. bis Dezember 2023, verschiedene Auswertungen (einschliesslich der Milchkontrollen) und Beratungsdienste anbieten. Grangeneuve führt zudem auf Wunsch vor der Einführung des Systems und am Ende der Projektphase eine Bewertung der Kriterien durch, die die CO2-Bilanz des Milchviehbetriebs beeinflussen.

Ich bin interessiert, was sind die zu unternehmenden Schritte?
  1. Die Liste der unterstützten Systeme befindet sich auf dieser Webseite (Excel-Tabelle). Der erste Schritt besteht darin, die Liste nach Systemen zu durchsuchen, welche Ihren Bedürfnissen entsprechen. Grangeneuve kann in dieser Phase der Überlegungen beratend zur Seite stehen.
  2. Setzen Sie sich mit dem Anbieter des Systems in Verbindung und prüfen Sie, ob das System für Ihren Betrieb geeignet ist. Fragen Sie bei Interesse nach einem Kostenvoranschlag. (ACHTUNG: Grangeneuve amtet nicht als Vermittler zwischen dem Betrieb und dem Anbieter).
  3. Füllen Sie das Antragsformular aus, welches von dieser Webseite heruntergeladen werden kann. Warten Sie auf eine Rückmeldung von Grangeneuve.
  4. Sobald Sie eine Bestätigung der Unterstützung von Grangeneuve erhalten haben, können Sie das System bestellen. Es ist wichtig, die Rückmeldung seitens Grangeneuve abzuwarten, bevor das System bestellt wird.
  5. Leiten Sie die detaillierte Schlussabrechnung an Grangeneuve weiter, um die Unterstützung zu erhalten.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere Kontaktperson, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (026 305 58 93).