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Landwirtschaft und Imkerei – gemeinsam stark

28. April 2026
Die Imkerkommission wird von Agri Freiburg organisiert und vom Verband Freiburger Bienenvereine (VFB - FFA) geleitet. Sie bringt Landwirte, Grangeneuve, das Amt für Wald und Natur (WNA) sowie das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW) zusammen. Durch eine aktive und gemeinsame Kommunikation stärken diese vier Partner den Dialog zwischen Landwirtschaft und Imkerei. Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen Nahrungsmittelproduktion, Anpassung an den Klimawandel und Erhalt der Biodiversität – insbesondere der Bestäuber – zu finden.

Bestäuber sind für die Landwirtschaft unverzichtbar. Obstbäume, Obstkulturen, Raps, Sonnenblumen und die meisten Beeren sind stark von der Bestäubung durch Honigbienen abhängig. Im Frühling sind sie oft die einzigen Insekten, die eine ausreichend flächendeckende und effiziente Bestäubung sicherstellen können.
So kann beispielsweise ein Hochstamm-Apfelbaum mit mehreren tausend Blüten unter günstigen Bedingungen in nur 20 Minuten von Bienen bestäubt werden. Bestäuber tragen somit wesentlich zu hohen Erträgen bei – sowohl in Bezug auf die Menge als auch auf die Qualität.

Im weiteren Saisonverlauf zeigt sich auch die grosse Bedeutung anderer Bestäuber wie Wildbienen - in der Schweiz gibt es über 600 Arten -, Schwebfliegen, bestimmte Wespenarten und Schmetterlinge. Viele dieser Arten sind rückläufig oder sogar vom Aussterben bedroht. Studien zeigen, dass kleine Strukturen und schonende landwirtschaftliche Praktiken, wie das Mähen ohne Aufbereiter oder Behandlungen ausserhalb der Flugzeiten der Insekten, einen sehr positiven Effekt haben. Machen wir also weiter so.
Die Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Imkern und weiteren Berufsgruppen im landwirtschaftlichen Umfeld ist deshalb entscheidend, um die natürlichen Ressourcen zu erhalten und die Qualität der Freiburger Produkte langfristig zu sichern.

Der VFB bietet eine sehr geschätzte Imkergrundausbildung an Grundkurs für Neuimker - FFA - VFB. Die Asiatische Hornisse stellt eine erhebliche Gefahr für viele andere Bestäuber, sowie für Honigbienen dar. Ihre Ausbreitung kann im Frühling durch die Zerstörung der Primärnester begrenzt werden. Diese befinden sich oft in der Nähe von Wohnhäusern (siehe Infografik). Die gesamte Imker- und Landwirtschaft ist dankbar für die Meldung jeder Beobachtung der Asiatischen Hornisse (eine grosse, fast ganz schwarze Hornisse mit gelben Beinen). Gemeldet wird über: www.frelonasiatique.ch

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