Fachvisite auf dem Bio-Schulbauernhof in Sorens

In der biologischen und konventionellen Landwirtschaft erfordern die veränderten Produktionsanforderungen ein Umdenken und neue Herangehensweisen. Passt sich die «gute landwirtschaftliche Praxis» an dieses wandelnde Umfeld an? Oder braucht es eine neue Produktionstechnik? Mit seinen beiden Schulbauernhöfen von Grangeneuve und Sorens, verfolgt Grangeneuve diese Entwicklungen und deren Folgen für die Praxis aus der Nähe.

Dieses Jahr präsentiert und diskutiert Grangeneuve mit den Teilnehmenden verschiedene Entwicklungsrichtungen der Bewirtschaftung eines Milchviehbetriebs in der Praxis. Dies erfolgt besonders im Kontext der Bio-Produktion auf dem Schulbauernhof in Sorens

Fünf Hauptthemen werden in der Form von Posten präsentiert, mit dem Ziel, den Austausch zwischen den Teilnehmenden auf dem Feld zu fördern:

© Sébastien Marchand

1) Düngung und Futterqualität: Grangeneuve hat sich in den letzten Jahren mit der Grünlandqualität im Kontext der Vollweide auf dem Bio-Schulbauernhof in Sorens befasst. Dabei wurde festgestellt, dass eine Anpassung der Düngungsstrategie notwendig scheint. Diese Anpassungen möchten wir gerne vorstellen und mit den Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen diskutieren.

2) Jungviehmonitoring: Auch hier verfolgt Grangeneuve seit mehreren Jahren die Fütterung und den Zuwachs der Jungtiere des Betriebs. Die vorgestellten Resultate sind Grundlage für den Austausch rund um die Haltung der Jungtiere: Zuwachsziele, gezielter Ergänzungsbedarf oder Erstkalbealter.


3) Projekt «lait pool bio»: In Bezug auf den reduzierten Kraftfuttereinsatz ist Grangeneuve an einem Herdenmonitoring beteiligt. Dies beinhaltet den Fütterungsplan sowie die Auswertung der Milchkontrollen mehrerer Biobetriebe des Kantons Freiburg. Dieses FiBL-Projekt in mehreren Kantonen soll die Produzenten/-innen beim Management ihrer Milchvieherde unterstützen (Fütterung, Fruchtbarkeit, Produktivität, etc.).


4) Technische und wirtschaftliche Aspekte einer Futtermühle: Ein Futtermittelhersteller wird die geltenden Einschränkungen (Bio-Richtlinien) und die Strategien aufzeigen, um mit den verfügbaren Rohstoffen angepasste Futtermittel zu produzieren.

5) Produktionskosten: Wie kann man auf die steigenden Produktionskosten reagieren? Als Genossenschaft, welche die Interessen der Biobetriebe vertritt, präsentiert Progana ihren Ansatz, und diskutiert mit den Teilnehmenden über die notwendigen Massnahmen.Diese Fachvisite steht allen Produzenten/-innen (bio oder nicht) offen, und findet am Nachmittag des 16. September 2022 statt. Das Detailprogramm und das Anmeldeformular finden Sie ab dem 1. September hier (Anmeldung obligatorisch).

Philippe Charrière